Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Wir alle kennen die Geschichten von Astrid Lindgren über Pippi Langstrumpf. Ein starkes und mutiges Mädchen, welches die Wahrheit für ihre Geschichten manchmal ein wenig stärker biegt, als es vielleicht gesund wäre. Dadurch schafft sie sich eine Welt, genau nach ihrem Geschmack. Wer möchte das nicht? Ich persönlich glaube es gibt eine einfachere Möglichkeit sich die gewünschte Welt zu erschaffen. Man muss es nur tun. Ich denke wir alle haben Vorstellungen davon, wie die Welt um uns herum aussehen könnte und in unserem Alltag begegnen uns oft Abläufe, die wir gerne verändern würden.

Ob beim Einkaufen, bei der Fahrt mit dem Bus oder wenn ich meine Bankgeschäfte erledige, ständig fällt mir etwas auf, was ich gerne verändern würde. Warum bekomme ich die Kassenzettel noch ausgedruckt? Warum muss ich so lange an der Kasse anstehen? Warum steht der Bus im Stau? Warum muss ich mein Formular per Post schicken? Warum braucht es Tage für die Bearbeitung meiner Adressänderung? Die Probleme sind vielfältig.

Ich möchte nicht immer warten, mehr Aufwand haben und dann trotzdem noch vom Service enttäuscht sein. Für mich soll alles so einfach wie möglich sein, denn die Services oder Dienstleistungen, welche ich in Anspruch nehme, sollen ja einen Mehrwert bringen und kein Selbstzweck sein. So passiert es oft, dass ich darüber nachdenke, wie etwas besser gemacht werden kann. Oftmals liegt eine Lösung nahe und trotzdem gibt es diese noch nicht. Die Ausreden von Verantwortlichen sind häufig vielfältig und teilweise auch verständlich. Ich selbst finde auch die kreativsten Ausreden, warum ich jetzt keine App für Kassenzettel, ein intelligentes Verkehrsleitsystem oder den 5. Chatbot baue. Und trotzdem braucht es eine Umsetzung. Wenn jeder nur Ausreden anbringt, bewegt sich nichts und unsere Vorstellungen der Welt werden nie Realität. Ich für meinen Teil habe damit begonnen mir die Welt so zu gestalten, wie sie mir gefällt und fange an, meine Vorstellungen von der Zukunft im Bereich Banking umzusetzen.  

Durch das Umsetzen von Verbesserungen nach unseren Vorstellungen haben wir zudem einen wesentlichen Mehrwert: mehr Spaß an der Arbeit. Es bringt einem unglaublich viel Motivation, wenn man weiß, für welches Ziel man morgens aufsteht. Ich beispielsweise darf gerade an einem nachhaltigen Wertpapiercockpit mitarbeiten. Entstanden ist dieses aus der Feststellung, dass es Privatanlegern nicht möglich ist, ihr Portfolio hinsichtlich der Nachhaltigkeit der einzelnen Aktien zu betrachten und zu optimieren. Wie kann das denn sein? Die Unterscheidung von nachhaltigen und nicht nachhaltigen Finanzinstrumenten ist ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den Klimawandel, denn wenn die Geldströme auf dem Finanzmarkt in Richtung nachhaltigerer Anlagen fließen, werden weniger nachhaltige Finanzinstrumente unter Druck gesetzt und werden sich potenziell eher verbessern. 

Ganz nach dem Motto - gesagt getan - haben wir also eine entsprechende Anwendung umgesetzt. Ich kann nun jeden Morgen aufstehen und mir sagen, ich helfe dabei, die Welt ein bisschen besser zu machen.
Und egal, ob wir mit dem Aktienhandel die Welt verbessern, das Bauen von Einfamilienhäusern vereinfachen oder eine Bezahlmöglichkeit für Kinder ermöglichen wollen, wir lösen durch Innovationen Probleme und gestalten uns die Welt, wie sie uns gefällt. Das motiviert, treibt an, macht Spaß und ist nebenbei auch noch gut für das Geschäft.

Während bei Pippi Langstrumpf die Realität oftmals ein wenig gebogen wird, sollten wir dies natürlich nicht tun. Es bringt niemanden weiter, wenn man zu sehr von einer perfekten Lösung träumt und die Realität dabei ausblendet. Es muss nicht immer die perfekte Lösung sein. Jeder Ansatz kann uns dabei helfen, der Welt, wie sie uns gefällt, ein Stückchen näher zu kommen.

Stephan Heinze

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